Wie unterscheiden sich die Adressen?
IPv4 hat 32 Bit und damit 2³² mögliche Adressen, rund 4,3 Milliarden. IPv6 hat 128 Bit, also 2¹²⁸ beziehungsweise etwa 3,4 × 10³⁸ Adressen. Nicht alle Adressen sind öffentlich nutzbar: Beide Protokolle reservieren Bereiche für besondere Zwecke. IPv6 kürzt aufeinanderfolgende Nullgruppen mit :: ab, höchstens einmal pro Adresse.
NAT und Autokonfiguration
IPv4-Netze verwenden häufig NAT, um öffentliche Adressen gemeinsam zu nutzen; NAT ist keine Voraussetzung für IPv4. IPv6 benötigt für diesen Zweck normalerweise kein NAT. Adressen können manuell, bei IPv4 auch per DHCP und bei IPv6 per SLAAC oder DHCPv6 konfiguriert werden. Der IPv6-Standardgateway wird über Router Advertisements bekanntgegeben.
Ist IPv6 sicherer oder schneller?
IPv6 ist nicht automatisch verschlüsselt. IPsec kann mit beiden Protokollen genutzt werden. Auch global adressierbare IPv6-Geräte benötigen eine Firewall. Welches Protokoll schneller ist, hängt von Routing, Anbieter und Ziel ab. IPv6 nutzt Multicast statt Broadcast und einen festen Basisheader; zusätzliche Funktionen können Erweiterungsheader benötigen.
Dual Stack und praktische Tests
IPv4 und IPv6 sind unterschiedliche Protokolle. Dual Stack betreibt beide parallel. Eine funktionierende IPv4-Verbindung garantiert keine IPv6-Erreichbarkeit. Prüfe DNS-A- und AAAA-Einträge sowie beide Verbindungen getrennt. Die Ergebnisse serverseitiger Tests auf ipcheck.tools beschreiben die Verbindung vom Server in Düsseldorf zum Ziel.