DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll das Geräten automatisch eine IP-Adresse und weitere Netzwerkeinstellungen zuweist. Ohne DHCP müsste jedes Gerät manuell mit einer IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS-Server konfiguriert werden – DHCP macht das vollautomatisch.
Der DHCP-Prozess läuft in vier Schritten ab – oft als DORA bezeichnet:
Bei einer statischen IP wird die IP-Adresse manuell am Gerät eingestellt und ändert sich nie. Das ist sinnvoll für Server, Drucker oder NAS-Systeme die immer unter derselben Adresse erreichbar sein müssen. DHCP hingegen ist ideal für normale Clients wie PCs oder Smartphones – die IP kann sich bei jedem Verbindungsaufbau ändern.
Viele Router bieten eine DHCP-Reservierung (auch „statisches DHCP" genannt) – dabei wird einem Gerät anhand seiner MAC-Adresse immer dieselbe IP-Adresse zugewiesen. So bekommt man die Vorteile von DHCP (keine manuelle Konfiguration) und die Stabilität einer statischen IP.
DHCP verwendet UDP als Transportprotokoll – Port 67 für den Server und Port 68 für den Client. Es ist der Nachfolger von BOOTP und wurde 1993 in RFC 1531 definiert. Für IPv6 gibt es eine angepasste Version namens DHCPv6.