Wie funktioniert DNS?
Das Domain Name System ordnet Namen wie example.com Informationen zu. Dein Gerät fragt einen rekursiven Resolver, der Antworten zwischenspeichert oder bei autoritativen Nameservern ermittelt. Falls nötig, folgt er Verweisen über Root- und TLD-Server. Browser und Betriebssystem können ebenfalls Antworten im Cache halten.
Wichtige Eintragstypen
A und AAAA liefern IPv4- beziehungsweise IPv6-Adressen. MX nennt Mailserver samt Priorität. CNAME ist ein Alias, TXT enthält etwa SPF- oder DKIM-Angaben, NS nennt Nameserver, SOA Zoneninformationen und PTR Namen für Reverse-DNS. SRV beschreibt Dienste mit Port, Priorität und Gewicht; CAA regelt, welche Zertifizierungsstellen Zertifikate ausstellen dürfen.
TTL und Änderungen
Die TTL begrenzt, wie lange eine Antwort im Cache verwendet werden darf. Eine Änderung wird deshalb nicht überall sofort sichtbar. Fehlende Einträge, NXDOMAIN und ein fehlgeschlagener Abruf sind unterschiedliche Ergebnisse. Ohne MX kann unter bestimmten Voraussetzungen ein A-/AAAA-Eintrag als implizites Mailziel dienen; fehlendes MX beweist keinen generellen Mailausfall.
Datenschutz und Messort
Klassisches DNS verwendet UDP oder TCP und ist normalerweise unverschlüsselt. DoH und DoT verschlüsseln die Verbindung zum Resolver, der die Anfrage weiterhin verarbeiten kann. DNSSEC prüft Authentizität, verschlüsselt aber nicht. Unser DNS-Lookup läuft serverseitig; seine Ergebnisse zeigen nicht automatisch, welchen Resolver dein Browser oder VPN nutzt.