SSL, TLS und HTTPS
TLS schützt Daten während der Übertragung und prüft bei HTTPS die Identität des angesprochenen Servers anhand seines Zertifikats. SSL ist der veraltete Vorgänger; der Begriff SSL-Zertifikat wird weiterhin umgangssprachlich verwendet. HTTPS bestätigt keine Vertrauenswürdigkeit der Inhalte. Auch betrügerische Webseiten können gültige Zertifikate besitzen.
Zertifikat und Verbindung
Ein Zertifikat enthält unter anderem öffentliche Schlüssel, Namen und Gültigkeitsdaten. Der Client prüft die Vertrauenskette, den passenden Hostnamen und die Laufzeit. Der Handshake vereinbart Sitzungsschlüssel für die verschlüsselte Verbindung. Der private Schlüssel muss geheim bleiben. TLS 1.2 und 1.3 sind gebräuchlich; SSL und TLS 1.0/1.1 sind veraltet.
DV, OV, EV und Wildcards
DV bestätigt Domainkontrolle, OV und EV prüfen zusätzlich Organisationsangaben. Sie garantieren keine sicheren Inhalte und unterscheiden sich nicht automatisch in der Verschlüsselungsstärke. SAN-Einträge können mehrere Namen enthalten. *.example.com deckt etwa www.example.com ab, aber weder example.com selbst noch a.b.example.com.
Prüfung und Erneuerung
Zertifikate müssen vor Ablauf erneuert werden; die Laufzeit hängt von Aussteller und Profil ab. Unser SSL-Check prüft vom Server aus unter anderem Vertrauenskette, Hostnamen und Gültigkeit. Er ist kein vollständiger Protokoll-, Cipher- oder Widerrufsscan. Eine browserseitige Warnung sollte durch Beheben der Ursache gelöst werden.