Der Begriff Ping bezeichnet die Zeitspanne, die ein Datenpaket benötigt um von deinem Gerät zu einem Server zu gelangen und wieder zurückzukommen. Diese Zeit wird in Millisekunden (ms) gemessen und auch als Latenz oder RTT (Round Trip Time) bezeichnet. Je niedriger der Ping-Wert, desto schneller reagiert die Verbindung.
Der Name kommt vom Sonar-Prinzip auf U-Booten: Ein Schallimpuls (Ping) wird ausgesandt und die Zeit bis zum Echo gemessen. Das gleichnamige Netzwerk-Diagnose-Tool funktioniert nach demselben Prinzip – es sendet ICMP-Pakete und misst die Antwortzeit.
Unter 20 ms: Ausgezeichnet – ideal für Online-Gaming und Echtzeit-Anwendungen. Kaum wahrnehmbare Verzögerung.
20–50 ms: Sehr gut – für die meisten Anwendungen völlig ausreichend, Gaming noch sehr gut möglich.
50–100 ms: Gut – normales Surfen, Streaming und Videokonferenzen problemlos möglich.
100–200 ms: Akzeptabel – bei Gaming spürbar, für normale Nutzung noch in Ordnung.
Über 200 ms: Schlecht – deutliche Verzögerungen, Gaming kaum möglich, Videokonferenzen ruckeln.
Öffne die Eingabeaufforderung (Windows + R → cmd) und gib ein: ping google.de. Windows sendet 4 Pakete und zeigt die Antwortzeiten. Mit ping -t google.de läuft der Test dauerhaft bis du ihn mit Strg+C abbrichst.
Öffne das Terminal und gib ein: ping google.de. Der Test läuft dauerhaft – mit Strg+C stoppen. Am Ende wird eine Statistik mit Minimum-, Maximum- und Durchschnittswert angezeigt.
Die wichtigsten Faktoren: Physische Entfernung zum Server (Lichtgeschwindigkeit im Kabel), Verbindungstyp (Glasfaser < Kabel < DSL < WLAN < Mobilfunk < Satellit), Netzwerkauslastung, Router-Qualität und VPN-Nutzung (erhöht den Ping immer).
Ping ist der Messwert in ms. Latenz ist der Oberbegriff für Verzögerung im Netzwerk. Jitter beschreibt die Schwankung der Latenz – ein stabiler Ping von 30 ms ist besser als ein schwankender zwischen 5 und 80 ms. Hoher Jitter führt bei Gaming und Videokonferenzen zu unregelmäßigen Aussetzern.